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Modernste Lasertechnik im Einsatz:

Personen von links nach rechts: Philipp Thiemann (Leiter Windtechnik Badenova),Thomas Maurer (Kommunalbetreuer Badenova), Rod Poublon (Geschäftsführer BadenovaWIND), Carsten Gabbert (Bürgermeister Schuttertal), Frank Edelmann (Bürgermeister Steinach), Andreas Markowsky (Ökostromgruppe), Erich Maier (Ortstvorsteher Welschensteinach). Im Hintergrund die moderne Windmesstechnik.

Die Vorarbeiten für die Windkraftnutzung am Kambacher Eck sind in vollem Gange: Bereits seit Anfang Januar misst Badenova das dortige Windpotenzial mit Hilfe modernster  Laser-Technik. Über die Messmethode sowie den aktuellen Stand des Projekts informierten Vertreter der Badenova sowie der Ökostromgruppe auf einem Vor-Ort-Termin am 20. März. Bürgermeister Carsten Gabbert (Schuttertal) und Frank Edelmann (Steinach) gaben sich zuversichtlich, dass die Messergebnisse die Prognosen bestätigen. 

Bevor sich am Kambacher Eck auf der Gemarkung von Biberach, Schuttertal und Steinach Windkraftanlagen drehen können, müssen viele Parameter intensiv geprüft werden. „Durch die Messung wollen wir unser Verständnis der Windverhältnisse am Standort weiter steigern. Zudem erlangen wir wichtige Erkenntnisse über die konkrete Ausgestaltung des Windparks sowie seine Wirtschaftlichkeit“, erklärte Rod Poublon, Geschäftsführer von badenovaWIND. Die vorläufigen Messergebnisse seien vielversprechend.

Während oftmals hohe Masten mit Messinstrumenten aufgestellt werden, kommt am Kambacher Eck ein optisches Verfahren zum Einsatz, das vom Boden aus arbeitet und das vertikale Windprofil bis in mehrere hundert Meter Höhe erfasst. Bis mindestens Mitte April wird mit Hilfe des laserbasierten Windmess-Systems „LiDAR“ (Light  detection and ranging) eine optimale Datenlage generiert, anhand derer sich der spätere Windertrag ableiten lässt. Laut Andreas Markowsky, Geschäftsführer der Ökostrom GmbH, könnten am Standort bis zu vier Windkraftanlagen Ökostrom produzieren. Markowsky: „Durch die Ausrichtung des Berges in Nord-Süd-Richtung nehmen sich die Anlagen wenig Wind weg. Mit hohen Anlagen der neuen Generation haben wir schon mit anderen Standorten in der Region ausgezeichnete Erträge erreicht“. Kommt das Windprojekt zustande, profitieren unmittelbar die Bürger aus der Region: Bereits im Herbst 2012 haben die drei Gemeinden, Ökostrom und Badenova das Thema Bürgerbeteiligung in ihre Kooperationsvereinbarung aufgenommen. „Wir möchten unseren Beitrag zur Energiewende in der Region leisten“, betonten die Bürgermeister Frank Edelmann (Steinach) und Carsten Gabbert (Schuttertal). Frank Edelmann ergänzt: „Die Gemeinderäte der beteiligten Gemeinden Schuttertal, Biberach und Steinach haben sich nach der Präsentation des Badenova-Konzeptes einhellig für einen regionalen Anbieter entschieden. Dies gewährleistet den höchsten Grad einer regionalen Wertschöpfung." Dem Bau der Windkraftanlagen sehe man mit Freude entgegen. 

Was die Windkraftnutzung am Kambacher Eck angeht, sind bereits  wichtige Hürden genommen: Die Flächensicherung ist nahezu abgeschlossen, die Umweltverträglichkeitsgutachten liegen vor und auch bei der Zufahrtsprüfung ist alles in trockenen Tüchern. Aktuell läuft die Mengenermittlung für den Bau und das „BImsch-Verfahren“ (Bundesimmissonsschutzverfahren) ist eingeleitet. Im dritten Quartal 2014 erwarten die Partner Ökostrom und Badenova die Baugenehmigung. 

Vom Messergebnis hängt ab, wie wirtschaftlich die Erschließung des Standorts ist. Neben den vor Ort gewonnen Daten steht ein großer Fundus an Langzeitdaten von über 30 Windkraftanlagen zur Verfügung, die die Ökostromgruppe in der Region errichtet hat. 15 Windkraftanlagen mit über 30 Megawatt Leistung haben Badenova und Ökostrom gemeinsam umgesetzt: In Seelbach, im Raum Freiburg, in St. Peter sowie in Hornberg. Entsprechend des „Windatlas Baden-Württemberg“ beträgt am Kambacher Eck die mittlere jährliche Windgeschwindigkeit in 140 m über Grund ca. 6,50 m/s. Die Daten aus dem Windatlas sind jedoch lediglich ein Anhaltspunkt, kein Ersatz für eine seriöse Windmessung. Die Langzeitdaten der errichteten Windkraftanlagen ermöglichen bereits heute ein umfassendes Bild der Windhöffigkeit im Schwarzwald. Durch den Abgleich der LiDAR Messreihen vor Ort mit den Langzeitdaten kann eine optimale Datenqualität erzielt werden. Dies stellt einen strategischen Vorteil gegenüber Mitbewerbern dar. 

Was die Pläne von Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel bezüglich einer Novellierung des EEG (Erneuerbare-Energien-Gesetz) angeht, fordern die Projektpartner sichere und verlässliche Rahmenbedingungen für Windenergie an Land. „Onshore Windenergie ist für eine erfolgreiche Energiewende die günstigste erneuerbare Energie überhaupt. Außerdem gibt es hervorragende Binnenlandanlagen, die prädestiniert sind für die Verhältnisse im Schwarzwald“, so Andreas Markowsky. „Windkraftanlagen zu planen und zu bauen ist ein finanzintensives Geschäft“, so Rod Poublon, umso wichtiger seien stabile und verlässliche Rahmenbedingungen – auch im Hinblick auf das Gesamtziel Energiewende.   

Hinweise zur Messtechnik:

Der Laser orientiert sich an winzigen Luftpartikeln, so genannten Aerosolen, in der Luft. Das Verfahren liefert Daten zu Haupt- sowie Nebenwindrichtungen, aber auch Erkenntnisse zu besonderen Strömungsverhältnissen, die sich aus der jeweiligen Topografie ergeben. Mögliche Abschattungen durch nahegelegene Hindernisse können so besser eingeschätzt werden, ebenso die lokalen Windereignisse (z. B. Windturbulenzen). 

Siehe hierzu Beiblatt»Windmessung am Kambacher Eck« mit Erläuterungen zur LiDAR-Messtechnik.

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