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Schuttertal

Schuttertal wird urkundlich erstmals erwähnt 1270 unter den Orten im gleichnamigen Tal, die damals dem Straßburger Domimikanerkloster zum Predigen und zum Sammeln von Almosen zugeteilt worden sind.

Wappen
Chronik

Blick auf's Schuttertal

Bei der geroldseckischen Teilung von 1277 kam Schuttertal an die Linie von Geroldseck-Hohen-Geroldseck. Zeuge der Beurkundung des Vertrages war auch Vogt Wilhelm von Schuttertal. Das mit ihm auftretende Geschlecht ist im 15. Jahrhundert letztmals nachweisbar (Finkbeiner, Die Edlen von Schuttertal)

Verschiedene Familien waren Lehensinhaber Geroldsecker Eigengüter. So tragen die von Waldstein im 15. Jahrhundert zu Lehen "das huß und burg zu schutterdale, gelegen by sant anthonien mit huß und hoff vor dem schlosse gelagen". Gangolf und Walther von Hohengeroldseck kauften diese und andere Waldsteiner Lehen 1431 zurück "umb drey hundert und fuenffzehen Guldin, gutter Straßburger Werung". Der Ort wurde 1482 mit anderen Dorfschaften an Markgraf Christoph 1. von Baden auf Wiederkauf veräußert und kam erst 1539 wieder zur angestammten Herrschaft.

Die in verschiedenen Urkunden als Vögte, Ritter und Edelknechte benannten Edlen von Schuttertal gehörten dem niederen Adel an und zählten zu den Lehensleuten der Geroldsecker.

Bis 1819 war Schuttertal Teil der Herrschaft Hohengeroldseck; danach kam das Dorf als selbständige Gemeinde zu Baden. Seit 1974 ist Schuttertal nun ein Ortsteil der gleichnamigen Gemeinde.

Wappen

Wappen Schuttertal
In Silber ein blauer Wellenbalken.

Anfangs des 19. Jahrhunderts findet sich im Gemeindesiegel ein Bach; Umschrift VOGTEY SCHUTTER-THAL.

Auf einen Vorschlag des Generallandesarchivs hat die Gemeinde 1900 das abgebildete Wappen angenommen. Ende der fünfziger Jahre wird der Wellenbalken oben und unten von je einem Kügelchen begleitet. Wie es dazu kam, konnte nicht festgestellt werden. Auf Vorstellung des Generallandesarchivs hat man ab 1961 auf die "Zutat" verzichtet.

Vermutlich hatte die Vogtei Schuttertal bis zum Erlaß der Badischen Gemeindeordung im Jahr 1832 kein eigenes Siegel. Denn als sich 1598 Vogt und Gericht zu Schuttertal dem hochverschuldeten Grafen Jakob von Hohengeroldseck gegenüber bereit erklärten, für eine Summe von 4000 Gulden haften zu wollen, besaß die Vogtei kein eigenes Siegel. Da Vogt und Zwölfer-Gericht "khein eigen Insigel gebrauchen" entlehnten die Schuttertäler das Siegel bei ihren "lieben Nachbarn", dem Vogt und Gericht zu Berghaupten.

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Chronik

  • 1270
    Erstmalige Erwähnung des Ortsnamens "Schutterthal" in der Urkunde vom 14. März 1270, ausgefertigt in Colmar/Elsass. In dieser Urkunde werden die Bezirke der Dominikaner-Klöster zu Freiburg und Straßburg gegeneinander abgegrenzt. Unter den Ortschaften im Schuttertal, die dem Dominikaner-Kloster Straßburg zum Predigen und Sammeln von Almosen zufallen, wird auch "Schutterthal" genannt.
  • 1270
    In den Geroldsecker Urkunden wird Schuttertal erstmals in dem Teilungsbrief von 1277 erwähnt. Bei dieser Erbteilung der Herrschaft Hohengeroldseck in die Herrschaft Lahr-Mahlberg und Herrschaft Geroldseck fällt Schuttertal der östlichen Herrschaft zu, der es bis 1819 angehört.
    Einer der Zeugen und Mitsiegler des Vertrags von 1277 ist "Vogt Wilhelm von Schutterthal". Dieser Vogt Wilhelm von Schuttertal als auch weitere Angehörige des Schuttertäler Ortsadels werden in Urkunden bis Ende des 14. Jahrhunderts wiederholt als Vogt, Ritter und Edelknecht genannt, gehören zu den Dienstleuten der Geroldsecker und besitzen in Schuttertal einen Wohnturm.
  • 1470
    Um 1470 bauen die Geroldsecker in Schuttertal eine Tiefburg, ein Wasserschloss, und belehnen damit die Herren von Waldstein.
  • 1525
    Bauernaufstand: Schuttertäler Bauern ziehen zusammen mit den Bauern der Vogteien Reichenbach und Seelbach und den markgräflichen Untertanen aus Kippenheim, Mahlberg und Sulz nach Schloss Dautenstein und richten an der Tiefburg gewaltigen Schaden an.
  • Mitte des 16. Jahrhunderts
    Im Ortsteil "Auf der Fohren" wird ein Silber- und Blei-Bergwerk erwähnt. Mit zeitlicher Unterbrechung wird in dem Bergwerkstollen unter dem heutigen Neubauernhof bis Anfang des 19. Jahrhunderts nach Silber- und Bleierz gegraben.
  • 1560 - 1634
    Wiederholter Religionswechsel nach dem Grundsatz „Cuius regio, eius religio“.
    Vor der Reformation war Schuttertal "ein berühmter Wallfahrtsort". Die bäuerliche Bevölkerung verehrte hier den Hl. Antonius den Einsiedler. Das kunstgeschichtlich wertvolle Antoniusbild von 1670 in der heutigen Pfarrkirche St. Antonius erinnert an die Bemühungen der Pfarrgemeinde, nach dem 30jährigen Krieg die Wallfahrt zum Hl. Antonius wieder ins Lebens zu rufen.
  • 1733/34
    Bau eines neuen Pfarrhofs durch den Franziskaner-Orden. Laut der von Kardinal von Rohan, Straßburg, beglaubigten Urkunde vom 13. November 1731 sollen die Franziskaner in Seelbach das Recht haben , in Seelbach, Reichenbach und Kuhbach pastorisieren und Almosen sammeln zu dürfen, während der Seelbacher Pfarrer seinen Amtssitz in Schuttertal haben soll.
  • 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts
    "Krieg" zwischen Ettenheimer Bürgern und Schuttertäler Bauern. Ursache: Streit um Grenzverlauf und Waldnutzungsrechte im Ettenheimer Genossenschaftswald.
  • 18. Jahrhundert
    Zur Mitte des 18. Jahrhunderts wandern viele Familien aus Schuttertal nach Ungarn, nach Hodschag in die Batschka aus.
  • 1819
    Schuttertal kommt als Teil der "Fürstlich von der Leyenschen Standesherrschaft Hohengeroldseck" zum Großherzogtum Baden.
  • 1832
    Einführung der kommunalen Selbstverwaltung. Als selbständige Gemeinde gehört Schuttertal zum Großherzoglichen badischen Amtsbezirk Lahr.
  • 1. Hälfte des 19. Jahrhunderts
    1846 bis 1855 erlebt Schuttertal notvolle Jahre. Missernten und Hungersnot zwingen ein Drittel der Einwohner zur Auswanderung nach Nordamerika. Die Schuttertäler siedeln vorwiegend im Mittleren Osten (Ohio, Indiana, Illinois) und im Mittleren Westen (Missouri, Iowa, Minnesota).
    Die Auswanderung der Schuttertäler ist durch mehrere Publikationen und im Ortssippenbuch umfassend dokumentiert.
  • 1844/46
    Bau eines neuen Schul- und Rathausgebäudes in der Dorfmitte.
  • 1848/49
    Badische Revolution
    20. März 1848 - Aufstand der Schuttertäler Bauern. Gemeinsamer Marsch aller Besitzer von Hofgütern nach Schloss Dautenstein, der Verwaltung der "Fürstlich v. d. Leyenschen Standesherrschaft Hohengeroldseck", mit der Forderung nach Ablösung aller Feudallasten.
    Der Schuttertäler Aufstand war der einzige Bauernaufstand in Südbaden.
  • 1907
    Neubau der Pfarrkirche St. Antonius im neuromanischen Stil durch Münsterbaumeister Raymund Jeblinger.
  • 1960/61
    Neubau einer Grund- und Hauptschule mit Turn- und Festhalle.
  • 1965
    Bau eines Kindergartens.
  • 1970
    Am 27., 28. und 29. Juni 1970 feiert die Gemeinde Schuttertal mit einem großen Fest, dessen Programm der örtlichen, ländlich-bäuerlichen Kulturgeschichte gewidmet ist, die erstmalige Erwähnung der Siedlungsbezeichnung "Schutterthal".
  • 1974
    Schuttertal wird mit Dörlinbach und Schweighausen zur Einheitsgemeinde "Schuttertal" vereinigt. Zentraler Verwaltungssitz ist das Rathaus in Dörlinbach.
    Die Gemeinde Schuttertal übernimmt als erste und bisher einzige Landgemeinde im Schwarzwald die Patenschaft für die donauschwäbische "Heimatortsgemeinschaft Modosch". Im alten Rathaus gibt es eine "Modoscher Heimatstube", in der Sachgüter (Ortsmodell, Trachtenstücke, Gemälde, Graphiken), Archivalien (Ortspläne, Landkarten), ein Bildarchiv (Fotos, Dias, Filme) und Sammlungen (Totenbuch, Familienforschungsdokumente, Ortsmonographien) zu besichtigen bzw. einzusehen sind.
    Zur Erinnerung an die Auswanderung der Schuttertäler Bauernfamilien in die Batschka, an die Kolonisation in der donauschwäbischen Tiefebene, an die Toten in der ehemaligen Heimat und die Vertreibung der Modoscher und deren Heimatfindung in aller Welt steht im "Modoscher Park" ein Gedenkstein.
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